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SolaGrow
Das SolaGrow-Klimagewächshaus in der Wüste

Konzept Noch ist keine Anlage gebaut. Darstellungen und Zahlen beschreiben die Planung.

Klimaresistent anbauen – mit Schatten, der seinen eigenen Strom erzeugt.

Im SolaGrow-Klimagewächshaus stellen sich senkrechte PV-Module nach der Sonne; ihr Strom fließt vor allem in die Kühlung. Wie viel Licht die Kultur bekommt, soll eine KI-gestützte Regelung entscheiden.

Visualisierung des Konzepts

bis 1.000 W/m²

Sonneneinstrahlung in ariden Regionen

Hitze und Strahlung setzen die Pflanzen unter Stress. Und das Gewächshaus muss Tag für Tag dagegen kühlen.

Wo es heiß ist, wird das Gewächshaus selbst zum Problem.

Glas und Folie sollen Pflanzen schützen. In warmen Regionen kehrt sich das um: Das Haus sammelt Wärme, und der Betrieb arbeitet den ganzen Tag dagegen an.

  • Hitze und Einstrahlung

    Hitzespitzen und starke Sonne setzen die Pflanzen unter Wachstumsstress. Unter der Hülle staut sich die Wärme.

  • Kühllast

    Um gegenzuhalten, muss das Haus Tag für Tag aktiv gekühlt werden – meist mit zugekauftem Strom und viel Wasser.

  • CO₂-Fußabdruck

    Eine energieintensive Klimaführung treibt Kosten und Emissionen. Das CO₂ für die Kultur kommt oft zusätzlich aus einem Gasbrenner.

  • Ungleichmäßiges Licht

    Schattierung ohne Lichtstreuung wirft harte Schattenstreifen auf die Pflanzen. Das kostet Ertrag und Qualität.

Aufbau und Funktion

Das Klimagewächshaus Schicht für Schicht – vom Tragwerk bis zum Modul. Die Darstellung zeigt das Prinzip, nicht die Konstruktion.

Zwei Bauformen aus der Patentanmeldung: links mit Raumfachwerk, rechts mit großen Modulen direkt über den Rollen der Membran.

Zum Patent angemeldet (PCT)

Kamerafahrt um zwei SolaGrow-Klimagewächshäuser in der Wüste: Schichten, Membran als Dach, Module am Morgen, im Sandsturm und bei Schnee, Kultur innen, Abendlicht

Visualisierung des Konzepts

  1. Zwei Häuser, ein Prinzip

    Links das Haus mit Raumfachwerk, rechts die Bauform mit großen Modulen direkt über den Rollen der Membran. Beide stehen auf dem bewährten Venlo-Tragwerk.

  2. Jede Ebene hat eine Aufgabe

    Stützen und Gitterträger tragen, die Membran bildet das Dach. In Haus 1 führen Schienen und Halterungen die Module, in Haus 2 liegen große Module direkt auf dem Raster.

  3. Die Membran ist das Dach

    Sie hängt direkt unter den Gitterträgern, in V-Form mit einer Rolle am Tiefpunkt, und verteilt das Licht gleichmäßig.

  4. Morgens Sonne herein

    Die Module sollen sich öffnen und die tiefe Sonne einlassen: Das Haus wird schneller warm, die Luftfeuchte sinkt.

  5. Sandsturm

    Bei Sandsturm legen sich die Module flach.

  6. Schnee und Kälte

    Bei Schnee stehen die Module senkrecht, der Schnee fällt auf die zweilagige Membran. Die Heizrolle taut ihn ab und leitet das Wasser ab.

  7. Darunter wächst die Kultur

    Tomaten, Gurken, Salat oder Erdbeeren – je nach Region und Markt. Seitenwände schließen den Kulturraum.

  8. Der Sonne nach

    Über den Tag folgen die Module der Sonne; ihr Strom fließt vor allem in die Kühlung.

Sechs Bausteine

Jeden Baustein gibt es heute schon. Neu ist, sie als ein System zu planen und mit dem eigenen Strom des Hauses zu betreiben.

  • Schatten, der Strom erzeugt

    Senkrechte, bifaziale PV-Module lassen sich verfahren, neigen und heben. Wie viel Schatten sie spenden, soll eine KI-gestützte Regelung entscheiden; ihr Strom geht vorrangig in die Kühlung.

  • Vollwertiges Dach

    Das Dach ist eine lichtstreuende Membran direkt unter den Gitterträgern und verteilt das Licht gleichmäßig. In kalten Regionen kann sie zweilagig sein; die Rolle am Tiefpunkt wird dann zur Heizrolle, taut Schnee ab und leitet das Wasser ab.

  • Produktionssicherheit

    Wo wie in Saudi-Arabien Zwangslüftung nötig ist, soll sie mit eigenem Solarstrom weiterlaufen, auch wenn das Netz ausfällt. Das schützt die Ernte und senkt die Stromkosten.

  • Intelligente Steuerung

    Sensoren messen Licht, Temperatur und Bodenfeuchte; jede Zone des Hauses wird für sich geregelt. Morgens sollen die Module mehr Sonne ins Haus lassen: Es wird schneller warm, die Luftfeuchte sinkt und Pilzkrankheiten haben weniger Chance.

  • Modular und wartungsarm

    Das Haus baut auf dem Venlo-Raster auf; Höhe, Ausrichtung, Membranlagen und Kultur lassen sich anpassen. Bei Sandsturm legen sich die Module flach, bei Schnee stellen sie sich senkrecht, damit der Schnee auf die Membran fällt.

  • CO2-arm im Betrieb

    Kühlung und Regelung laufen vorrangig mit eigenem Solarstrom. Das CO2 für die Kultur entsteht ohne Verbrennung.

Ein Konzept, drei Klimazonen

Der Schwerpunkt liegt auf heißen Regionen; wie stark jeder Baustein gebraucht wird, hängt vom Klima ab. Das Haus ist auch für kältere Regionen mit anderen Kulturen gedacht.

Die Anlage in der Wüste bei Abendsonne
Aride Regionen Einstrahlung 700–1.000 W/m²

KI-generierte Visualisierung

Die Anlage in einer Hügellandschaft mit Olivenbäumen
Mediterrane Regionen Einstrahlung 600–800 W/m²

KI-generierte Visualisierung

Die Anlage in einer mitteleuropäischen Agrarlandschaft
Gemäßigte Zonen Einstrahlung 400–600 W/m²

KI-generierte Visualisierung

Aride Regionen

Herausforderung
Extreme Hitze, sehr hohe Einstrahlung (700–1.000 W/m²) und knappes Wasser.
Antwort
Die Module sollen die Spitzen der Einstrahlung abfangen, wenn die Pflanzen es brauchen, und liefern den Strom für die Kühlung. Senkrecht gestellt, sammeln sie keinen Sand.

Mediterrane Regionen

Herausforderung
Heiße, trockene Sommer mit hoher Einstrahlung (600–800 W/m²) und kühlere Winter.
Antwort
Im Sommer liefern die Module Strom für die Kühlung, und die Regelung soll entscheiden, wie viel Schatten die Kultur braucht; in der lichtarmen Jahreszeit sollen sie sich auf möglichst viel Licht stellen.

Gemäßigte Zonen

Herausforderung
Mäßige Einstrahlung (400–600 W/m²), Heizbedarf im Winter und starke Schwankungen über das Jahr.
Antwort
Bei schwacher Sonne sollen sich die Module auf möglichst viel Licht stellen; wie viel Schatten die Kultur im Sommer bekommt, soll die Regelung entscheiden. Senkrecht gestellt, halten sie keinen Schnee.

Konventionell und SolaGrow im Vergleich

Wie sich das Konzept vom konventionellen Gewächshausanbau in heißen Regionen unterscheidet.

Konventioneller Gewächshausanbau und SolaGrow-Konzept
Merkmal Konventionell SolaGrow (Konzept)
Schatten Schattierung ohne Stromerzeugung Senkrechte PV-Module folgen der Sonne und erzeugen Strom; wie viel Schatten die Kultur bekommt, soll eine KI-gestützte Regelung entscheiden.
Licht Harte Schattenstreifen ohne Lichtstreuung Eine lichtstreuende Membran soll das Licht gleichmäßig verteilen.
Kühlung Aktive Kühlung, meist mit zugekauftem Strom und viel Wasser Kühlung vorrangig mit eigenem Solarstrom, ausgeglichen über Speicher und Lastmanagement.
CO2 für die Kultur Oft aus einem Gasbrenner Ohne Verbrennung erzeugt.

Belastbare Kennzahlen ermitteln wir mit dem ersten Prototyp.

Kontakt

Gespräch anfragen

Für Partner, Investoren und Projektentwickler, die das Konzept prüfen oder gemeinsam weiterentwickeln wollen.

E-Mail: kontakt@solagrow-greenhouse.de
Aldersbach, Deutschland